mod_pagespeed und mod_deflate – das dynamische Duo für schnellen Seitenaufbau

23 August 2012 von Elmar Kommentieren »
Google PageSpeed

Google PageSpeed

Sicherlich erzähle ich keinem etwas Neues, dass die Ladezeiten einer Seite seit einiger Zeit ein Rankingfaktor bei Google geworden sind. Ich habe hier auch schon einmal auf Googles ausgezeichnetes PageSpeed-Modul für den Apache 2.2 hingewiesen, welches selbststverständlich auch  auf unseren neuen Server zum Einsatz kommt. Doch wenn man schon knietief in Performanceoptimierung steckt, bietet sich gleich noch mehr an…
Benutzt man nämlich die PageSpeed-Extension für den Chrome (bitte nicht mit dem Apache Modul verwechseln) bekommt man dort mehr oder minder  sinnvolle Vorschläge zur Optimierung der Seite. Sicherlich ist ein Setzen der Cachezeit auf Stunden oder mehr nicht in jedem Fall sinnvoll, der Einsatz der Apachemodule „Gzip“ respektive „Deflate“ hingegen sehr.

Das Prinzip ist schnell erzählt. Das sich Textdateien extrem gut komprimieren lassen und aktuelle Computer kilobyte große Archive blitzschnell entpacken ist Jedem klar. Deswegen versendet der Apache hier den HTML-Quelltext oder auch CSS bzw. JavaScript in zur Laufzeitzeit erzeugten Archiven, die dann vom User unbemerkt von allen aktuellen Browsern (und auch Suchmaschinen-Robots) entpackt und dargestellt werden. Auch die Einrichtung ist recht einfach, hier am Beispiel des sehr verbreiteten CentOS.

Wir benutzen die GZip mit einer Kompressionsrate von 4, was einen guten Kompromiss zwischen Größe und Geschwindkeit darstellt. Selbstverständlich nur wenn der Zielbrowser dieses auch empfangen kann.

Zuerst die Conf-Datei anlegen:

vi /etc/httpd/conf.d/mod_deflate.conf

und dann diesen Inhalt Copy&Paste:

<IfModule mod_deflate.c>

DeflateCompressionLevel 4
AddOutputFilterByType DEFLATE text/html text/plain text/xml
SetEnvIfNoCase Request_URI \.(?:gif|jpe?g|png)$ no-gzip dont-vary
Header append Vary User-Agent env=!dont-vary
</IfModule>

Die Liste dessen was NICHT gepackt werden soll, kann natürlich beliebig erweitert werden. Es empfehlen sich aber vor allem die textbasierten Dateien. Danach speichern und den Webserver neu starten.

/etc/init.d/httpd reload

Wenn das System wieder läuft kann man auf dieser Seite testen, ob der Inhalt auch wirklich komprimiert übertragen wird: www.whatsmyip.org/http-compression-test/

Den Performanceunterschied wird mal gleich merken, wenn man die Ladezeiten seiner Seite im Gefühl hat. Bitte auch den Serverload im Blick behalten! Wer noch neugierig ist: Checkt mal welche Seite Komprimierung nutzt und wer nicht, ihr werdet überrascht sein 😉

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